Workshop „Digital-Werkstatt Kommunale Digitalstrategie“ der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein


Mitte: Entwicklungsagentur Sören Damnitz, zweite von rechts Heike Bohn und rechts Bürgermeister Andreas Müller


Am 30.10.2018 organisierte die Verbandsgemeindeverwaltung Lauterecken-Wolfstein einen eintägigen Workshop „Digital-Werkstatt Kommunale Digitalstrategie“. Die Veranstaltungsreihe wird durch die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, die Kommunal-Akademie Rheinland-Pfalz, die Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz, das Fraunhofer-Institut IESE in Kaiserslautern und die Hochschule Kaiserslautern durchgeführt.

Ziel der Digital-Werkstatt war es Beispiele zur Digitalisierung aus anderen Kommunen kennenzulernen, digitale Lösungen zu finden und am Ende ein konkretes Handlungspapier zur Digitalisierung in der eigenen Kommune zu entwickeln. Das Ganze soll die Region voranbringen und das Leben der Bürger in vielerlei Hinsicht vereinfachen.

Um alle Handlungsfelder abzudecken, war ein breites Spektrum an „Experten“ eingeladen, u. a. Vertreter der Unternehmen wie KARL OTTO BRAUN GmbH & Co. KG, BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH, Intersport Schlemmer GmbH, Ratsmitglieder, Ortsbürgermeister, Mitarbeiter der Kreisverwaltung Kusel sowie der Verbandsgemeindeverwaltung Lauterecken-Wolfstein. Bürgermeister Andreas Müller lies es sich nicht nehmen und arbeitet ebenfalls an der Digital-Strategie mit.

Bevor es zur Bearbeitung der einzelnen Handlungsfelder ging, gab es durch die Entwicklungsagentur eine Informationstour durch die Handlungsfelder. Jeder Teilnehmer hatte dadurch die Möglichkeit sich einen Überblick der neun Handlungsfelder zu verschaffen.

Es kam zu einem regen Austausch in den einzelnen Kleingruppen bei der Bearbeitung der einzelnen Handlungsfelder. Anschließend wurden die durch die Gruppen ausgearbeiteten Möglichkeiten präsentiert.

Im Handlungsfeld „Kommunale Verwaltung“ wurde der digitale Informationsaustausch als oberstes Ziel gesetzt. Es sollte eine Bürger-App erstellt werden, die den Bürgern den Kontakt zur Verwaltung erleichtert. Des Weiteren ist zurzeit eine neue Homepage in Arbeit. In naher Zukunft könnten über QR-Codes für öffentliche Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten Informationen abgefragt werden können, was aber erst eine flächendeckende Datenanbindung erfordert.

Im Bereich „Tourismus“ sollte das gesamte touristische Angebot digital erfasst werden, um es allen Bürgern zu einfach und übersichtlich darzustellen.

Durch die Gruppe „Dorf- und Stadtentwicklung“ wurde vorgeschlagen, dass es zu einer überregionalen Erstellung eines Leerstandregisters kommen sollte, Newsletter regelmäßig verschickt werden könnten und ein interaktiver Stadtplan sinnvoll wäre. Wenn möglich, soll dies mit der Bürger-App kompatibel sein, um so z. B. den öffentlichen Nahverkehr zu buchen.

Im Themenkomplex „Alltagsleben“ stand das Ziel „Zielgruppen bedarfsgerecht einzubinden, Bürger zum mitmachen gewinnen“ im Vordergrund. Angedacht ist es eventuell das Amtsblatt in digitaler Form anzubieten und das Ratsinformationssystem der Verbandsgemeinde personalisiert zu gestalten.

Im Handlungsfeld „ Arbeit und Soziales“ wurde darüber diskutiert, wie individuelle und flexible Arbeitszeiten/-modelle eingerichtet werden können. Dafür müssen transparente interne Regelungen unter Berücksichtigung der Gesetze und Verordnungen und die Voraussetzungen für eine Digitalisierung von Daten geschaffen werden.

Um das Leben unserer älteren Gesellschaft erleichtern zu können wurde angesprochen, wie man den Senioren die digitalen Angebote nutzbar machen kann. Dies soll von Digitalpaten beispielsweise bei Seniorenfeiern, am Stammtisch oder in der Kirche erläutert werden. Um den sofortigen Besuch bei dem Arzt zu vermeiden, soll es eventuell zu einer Beratung am Bildschirm von Zuhause kommen.

Im Themenbereich „Kommunale Wirtschaft“ war das Ziel von vornherein Allen klar. Es muss die regionale Wirtschaft durch die Digitalisierung weiterhin gestärkt und vorangetrieben werden. Die Unternehmen könnten sich anhand Best-Practice-Beispielen aneinander orientieren und untereinander Kontakt aufnehmen. Ggf. ist auch die Zusammenarbeit mit der Initiative „Zukunftsregion Westpfalz“ nützlich.

Bei der „Digitalen Infrastruktur“ ist das Ziel gegeben, die flächendeckende Datenanbindung weiter auszubauen und die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen. Es wurde überlegt ob es nicht sinnvoll wäre öffentliche Gebäude mit WLAN auszustatten oder regionale Anbieter zum Ausbau an Land zu ziehen. Der kreisweite Breitbandausbau ist schon im Gange.

Als letztes wurde das Handlungsfeld „Bildung und Jugend“ abgehandelt. Hier steht die Entwicklung der bedarfsgerechten Angebote der Medienkompetenz für die unterschiedlichen Altersgruppen im Vordergrund, beispielsweise Sachinhalte mitlernen in Kombination mit Erlebnissen.

Bürgermeister Andreas Müller dankte allen Beteiligten anschließend für Ihre Mitarbeit. Teilweise sind einige Ideen bereits umgesetzt. So gibt es bereits einen interaktiven Stadtplan auf der Startsete der Verbandsgemeinde-Homepage, welche derzeit auch auf den aktuellen Stand gebracht wird. Auch lässt sich das Ratsinformationssystem personalisieren. Trotzdem gilt es, das Vorhandene zu prüfen und zu verbessern, aber auch Neues anzugehen.

Aus diesem Grund ist auch angedacht, diese formulierten Ziele weiter zu verfolgen und umzusetzen. Hierzu sollte auch weiterhin mit den Firmen und Bürgern eine enge Zusammenarbeit erfolgen.

 
 

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