Lauterecken

Wann geht’s los mit „de Strooß‘“?

Lauterecken: Ausbau der Lautertalstraße startet im Frühjahr
Kein Zweifel: in der Lautertalstraße ist ein Ausbau fällig.

Der dringend notwendige Ausbau der Lautertalstraße in Lauterecken ist schon seit Jahren Thema in der Veldenzstadt. Die Straße ist von der Bundesstraße 270 bis zu Abfahrt nach Cronenberg eine Kreisstraße. Ab dort führt sie als städtische Gemeindestraße weiter bis zum Löwenbrunnen.

Grundsätzlich war vorgesehen, den städtischen Teil zusammen mit dem Teilstück des Landkreises auszubauen. Nach dem dies zusehens auf sich warten ließ, beschloss die Stadt, den Ausbau der Gemeindestraße abzukoppeln und als eigenen Bauabschnitt auf den Weg zu bringen. Die ausführungsreife Planung lag schließlich schon eine Weile in der Schublade.

Ein weiterer Aufschub war der landespolitischen Debatte um die mögliche Abschaffung der Ausbaubeiträge geschuldet. Bis im Mainzer Landtag über diesen Vorschlag entschieden war, wollte der Stadtrat noch zuwarten. Letztlich blieb es bei den Ausbaubeiträgen als Bestandteil der  Finanzierung, und das Projekt wurde in Angriff genommen.

In 2019 fanden die erforderlichen Abstimmungen mit Leitungsträgern für Energie, Wasser- und Abwasser sowie für Kommunikation statt. Die Verbandsgemeindewerke planen, erforderlichenfalls Hausschieber zu erneuern, die Firma Pfalzconnect aus Löllbach wird den Straßenausbau zur Verlegung moderner Glasfasertechnik nutzen.

Der erforderliche Grunderwerb war zeitintensiv. Letztlich konnten jedoch auch diese Fragen allesamt auf freiwilliger und einvernehmlicher Basis von der Stadt geklärt werden.

Nach erfolgter Ausschreibung erhielt die Firma Otto Jung aus Sien im September dieses Jahres den Auftrag. Damit wären auch die Bagger noch im Spätsommer gerollt, aber ...  

... aus Sicherheitsgründen ist bei solchen Tiefbauprojekten eine Kampfmittelerkundung notwendig, zumal auch Lauterecken während des Zweiten Weltkrieges Ziel alliierter Luftangriffe war. Der Auftrag an ein zertifiziertes Fachunternehmen erfolgte parallel zur Ausschreibung schon im Juli. Relativ spät kam von dort dann der Hinweis, dass nach Auswertung alter Luftbilder auch bei einem Haus in der Lautertalstraße ein Bombentreffer zu erkennen sei. Damit bestehe zumindest die Möglichkeit, dass weitere Bomben unter Umständen als Blindgänger in der Umgebung vorhanden sein könnten.  Erst durch eine Nacherkundung könne man weitere sichere Erkenntnisse erhalten.

Mit Metalldetektoren wurde der Bauabschnitt nun sondiert. Die Geräte schlugen an insgesamt 20 Stellen an. Diese Stellen wurden markiert und müssen mit einem „bombensicheren“ Bagger vorsichtig geöffnet werden. Bis zum Abschluss dieser Arbeiten, wären jedoch die Asphaltmischanlagen der Region in die Winterpause gegangen. Die Anwohner der Lautertalstraße hätten dann über die Wintermonate eine Kraterlandschaft mit nur behelfsmäßig verfüllten Löchern in der Straße erdulden müssen. Aus diesem Grund haben sich alle Beteiligten auf eine insgesamte Verschiebung der Arbeiten auf das Frühjahr 2021 geeinigt.

Für Rückfragen steht Herr Andreas Kreft, Verbandsgemeindeverwaltung Lauterecken-Wolfstein, Telefon 06382/791-210 bzw. E-Mail info@vg-lw.de gerne zur Verfügung.