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Skulpturenweg Wasserburg Reipoltskirchen

Eine Idylle, die der mit dem Ort verbundene Tiermaler Johann Heinrich Roos sich im 17. Jahrhundert kaum hätte schöner ausmalen können, ist die Wasserburg Reipoltskirchen, die in einem friedlichen Talabschnitt des Odenbachs liegt.

Hierhin hatte der Landkreis Kusel in Zusammenarbeit mit Stefan Engel, dem künstlerischen Leiter der beiden ersten Symposien, Bildhauer aus verschiedenen Nationen eingeladen. Ziel war die Vorstellung zeitgemäßer Positionen skulpturaler Kunst mit hoher Professionalität und kunsthistorischer Bedeutung. In den Sommermonaten 2010 und 2011 waren die Künstlerinnen und Künstler in Reipoltskirchen zu Gast, um einen Weg nahe der Burg mit künstlerischen Gedanken zu "bepflanzen". Für die Dokumentation der beiden Symposien sorgte ein Katalog und der von Wunderlich-Medien München hergestellte Film: "Internationales Symposium in Reipoltskirchen.

Copyright Wunderlich Medien/Kreisverwaltung Kusel

Mit dem Bau einer Fußgängerbrücke über den Odenbach, gestaltet von dem belgisch/französischen Künstler Marc de Roover, wurde der Skulpturenweg im Frühjahr 2014 zu einem echten Rundweg ausgebaut. Zeitgleich wurde die Stele „Le passage“ des luxemburgischen Künstlers Bertrand Ney erstellt. Mit diesem Kunstwerk wurde der Skulpturenweg an der Wasserburg Reipoltskirchen in Zusammenarbeit mit dem Verein „Straße des Friedens – Straße der Skulpturen in Europa – Otto Freundlich Gesellschaft e.V.“ zur offiziellen Teilstrecke der „Europäischen Skulpturenstraße des Friedens“.

Marc de Roover war auch der künstlerische Leiter des Internationalen Künstlersymposiums, das der Landkreis 2015 durchführte. Die fünf Künstler aus verschiedenen europäischen Ländern und Marc de Roover selbst ließen sich von der „Hügellandschaft voller Stille und Frieden“ inspirieren und schufen weitere Werke aus Stammholz, lebenden Bäumen, Metall und Stein, die den Skulpturenweg an der Wasserburg ergänzen. „Freude ist Friede in Bewegung“, so beschrieb Mark de Roover sein Werk und auch die anderen Künstler griffen in ihren Werken als Thema und Inspiration vielfach das Leitmotiv der „Europäischen Skulpturenstraße des Friedens“ auf.